Trio Concertini: Nahrung für Seele und Geist

Syke - Von Ivo HarmsWer am vergangenen Samstag in Syke unter den frostigen Außentemperaturen litt, konnte sein Herz mit klassischer Kammermusik in der Sankt-Paulus-Kirche erwärmen.

Dort konzertierte das Bläserensemble Trio Concertini mit seinem Programm „Perlen des alten Europa“. Was das „alte Europa“ – ein Begriff, der in den letzten Jahren durchaus kontrovers verwendet wurde – musikalisch zu bieten hatte, erfuhren die rund 50 Zuhörer am lebendigen Geiste: eine äußerst differenzierte, anspruchsvolle künstlerische Produktion, die von den Musikern des Trio Concertini – Anna Shuliakovska an der Oboe, Wan Cheng an der Querflöte und Anton Antonovych am Fagott – in höchster Qualität dargeboten wurde.

Das Programm entführte die Zuhörer in die musikalische Welt des 18. Jahrhunderts und enthielt Werke bekannterer Komponisten wie Wolfgang Amadeus Mozart oder Antonio Vivaldi, aber auch unbekannterer wie des klassischen französischen Komponisten Francois Devienne. Dieser sah sich zeitlebens als Rivale Mozarts und kann es allem Anschein nach in Sachen Kühnheit und Modernität durchaus mit jenem aufnehmen.

In der reizvollen, nicht alltäglichen Besetzung für Flöte, Oboe und Fagott gelang es dem Trio, einen erstaunlich warmen und vollen Gesamtklang zu erzeugen. Die Stücke ließen aber auch genügend Raum, damit die Musiker ihr individuelles Können demonstrieren konnten.

So unterschiedlich die Zuhörer die Musik aufnahmen – einige hochkonzentriert, andere ganz in sich versunken – so einstimmig fielen nach dem Konzert die Reaktionen aus: Dieser Abend bot Nahrung für Seele und Geist. Und mit der inneren Lebendigkeit, die diese Musik erzeugt, lassen sich eisige Winterabende dann doch ganz gut aushalten.

Trio Concertini in der St.-Paulus-Kirche:Wie ein friesche Hauch

Flöte, Oboe, Fagott – eine seltene Kombination, die heutzutage entweder als Teil eines Symphonieorchesters oder einzeln als Solo zu hören ist. Am Sonntag, 29. September, ab 17 Uhr kommen die Besucher der katholischen St.-Paulus-Kirche in den Genuss aller drei Instrumente im Zusammenspiel. Möglich machen das Wan Cheng (Querflöte), Anna Shuliakovska (Oboe) und Anton Antonovych (Fagott), die sich Trio Concertini nennen.

Die grundlegenden Prinzipien des Ensembles sind laut Angaben der Veranstalter die Präsentation selten gespielter Instrumente und Werke, die speziell für sie geschrieben wurden, dazu die Wiedererweckung des Geistes der Alten Musik auf modernen Instrumenten sowie die Förderung von Werken auch weniger bekannter Komponisten, die selten aufgeführt werden. In der St.-Paulus-Kirches seien aber auch Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Josef Haydn, Edvard Grieg und Ludwig van Beethoven zu hören.

Das Trio Concertini wird am 29. September sein neues Programm „Zwischen Himmel und Erde“ spielen. Die kleine Formation des Terzetts ermögliche es dem Zuschauer, einen Kammermusikabend in entspannter Atmosphäre zu genießen, bei dem die Musiker ihre virtuosen individuellen Fähigkeiten zeigen. „Das ist wie ein Hauch frischer Luft, der den Zuhörer in eine Atmosphäre von ungewöhnlichen Klangfarben und edlen Harmonien taucht“, heißt es weiter.

Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei, um eine Spende wird allerdings gebeten.

Am 29. September in Syke: Wan Cheng (Querflöte), Anna Shuliakovska (Oboe) und Anton Antonovych (Fagott) nennen sich Trio Concertini und treten in der Syker St.-Paulus-Kirche auf.

Von Micha Bustian

Ein Konzert zum Wohlfühlen

Querflötenspielerinnen eröffnen „Hude live“-Abend mit Hensen & Blanke

HUDEVier Schülerinnen der Kunst- und Musikschule „ArtCrescendo“ sorgten am Dienstagabend für außergewöhnliche Töne in der Huder Wassermühle. Die Querflötenschülerinnen von Wan Cheng zeigten im Vorprogramm von „Hude Live“, was man auch im jungen Alter schon auf die große Bühne bringen kann.

Greta Neumann spielte gemeinsam mit Lehrerin Cheng das Duett „Allegro“ von Georg Philipp Telemann. Die 13-Jährige spielt bereits seit drei Jahren Querflöte. Fast vier Jahre ist die 18-jährige Jule Heier schon dabei. Sie spielte die „8. Fantasie“ von Telemann. Erst seit einem halben Jahr lernt Wiebke Janssen (10) Querflöte, konnte im Rahmen des „Hude Live“-Vorspiels aber schon mit drei Liedern punkten. Ihr Set bestand aus „Hänschen Klein“, „Kuckuck“ und „Hänsel und Gretel“. Die 14-jährigeChristina Labohm spielte den Film-Soundtrack „In Dreams“.